Behälter mit Schwefelsäure ausgelaufen
(Einsatz-Nr. 69)
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eingesetzte Kräfte
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Aus bisher nicht bekannten Gründen kam es in einer Wechselpritsche mit Stückgutgebinden zu einem Austritt von 90%iger Schwefelsäure. Die Wechselpritsche musste aufwendig durch mehrere Trupps in Chemiekalienschutzanzügen (CSA) entladen und kontrolliert werden. Da eine größere Menge ausgetreten war, ist ein Großteil der aus vielen Kartons bestehenden Ladung kontaminiert gewesen. Um alle kontaminierten Gebinde sicher zu stellen, wurden durch die Berufsfeuerwehr Hannover weitere Überfässer und diverses Kleinmaterial zur Verfügung gestellt. Der von der Ortsfeuerwehr Pattensen besetzte Dekontaminationszug des Brandabschnitts 3 musste im Laufe des Einsatzes 14 CSA-Träger grobreinigen. Die so vorgereinigten Anzüge wurden nach Rücksprache mit der Herstellerfirma verpackt und zur endgültigen Reinigung und Überprüfung an den Hersteller geschickt. Nach rund 9 Stunden waren die letzten Einsatzkräfte eingerückt und die Einsatzstelle an den Eigentümer übergeben. Von den 5 betroffenen Mitarbeitern wurde ein Mitarbeiter, der mit dem Stoff in Berührung gekommen war, durch den Rettungsdienst zur Sicherheit in ein Krankenhaus transportiert.
Text: Fabian Amberge
Bilder: Thomas Blumberg