Einsatzstatistik der Feuerwehr Rethen (Leine) – Feuerwehr Rethen (Leine)
 

Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus
(Einsatz-Nr. 53)

Brandeinsatz > Sonstiges
Feuer
Einsatzort Details

Rethen, Wehminger Garten
Datum 21.07.2013
Alarmierungszeit 01:08 Uhr
Alarmierungsart Digitaler Funkmeldeempfänger
Einsatzleiter Stellv. Ortsbrandmeister
Mannschaftsstärke 18
eingesetzte Kräfte

Ortsfeuerwehr Rethen (Leine)
Ortsfeuerwehr Laatzen
Ortsfeuerwehr Gleidingen
Ortsfeuerwehr Ingeln-Oesselse
Rettungsdienst
Polizei
Ortsfeuerwehr Pattensen
    Ortsfeuerwehr Koldingen
      Ortsfeuerwehr Reden
        Technisches Hilfswerk
          sonstige Kräfte
          Feuer

          Einsatzbericht

          Zu einem Brand in einem 21-Parteien-Haus ist es am Morgen des 21.07.2013 gegen 1 Uhr in Rethen gekommen. Nach einem ausgedehnten Kellerbrand wurde das Gebäude durch die Polizei gesperrt.

          Es war kurz nach 1 Uhr am Sonntagmorgen, als die Meldeempfänger der Ortsfeuerwehren Laatzen und Rethen piepten: "Feuer Tiefgarage Wehminger Garten" hieß die Meldung. Als die ersten Fahrzeuge in der ruhigen Straße des Neubaugebietes in Rethen eintrafen, schlug ihnen schon beißender Rauch entgegen. Mehrere Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz versuchten, den Brandherd zu finden und das Feuer zu löschen. Keine leichte Aufgabe bei einer Sichtweite von nur wenigen Zentimetern. Um genügend Kräfte vor Ort zu haben, wurden auch die Ortsfeuerwehren Ingeln-Oesselse und Gleidingen nachalarmiert.


          Die Bewohner des in Brand stehenden Hauses und der Wohnungen nebenan wurden evakuiert und zu den bereitstehenden Rettungswagen geführt. Gegen 1.40 Uhr wurden zwei weitere Personen wegen des starken Rauches mit Fluchthauben gerettet. Zur Unterstützung kamen die Ortsfeuerwehren aus Pattensen (mit der Drehleiter) und Koldingen sowie Reden (vordringlich Atemschutzgeräteträger).


          Um 1.59 Uhr meldeten Anwohner einen weiteren Kellerbrand in einem Hochhaus an der Hildesheimer Straße, Kräfte aus Hannover wurden angefordert. Glücklicherweise gab es schnell Entwarnung: Rauch des ersten Feuers hatte dort für den Notruf gesorgt. Es brannte nicht.


          Gegen 3 Uhr wurden die Türen des neuen Familienzentrums in der Braunschweiger Straße für die Evakuierten geöffnet. Ein Dutzend Bewohner verbrachte dort die Nacht. Essen und Getränke wurden gereicht und Feldbetten der Feuerwehr aufgestellt.


          Mit Hochleistungslüftern bliesen die Retter massenweise neue frische Luft in die Tiefgarage und den Flur des Hauses, sodass der Rauch nach draußen abzog.
          Nach massivem Einsatz von Schaummittel wurden der Brand im Keller gelöscht, die Räume wurden regelrecht geflutet.


          Durch den Rettungsdienst wurden anfangs die Personen betreut, eine Bewohnerin kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.Vier Rettungswagen und ein Notarzt sorgten für die ärztliche Versorgung, später übernahm die DRK-Bereitschaft aus Laatzen diese Aufgabe.

          Vom THW-Ortsverband kam ein Statiker zur Einsatzstelle, dieser begutachtete die Decke im Keller und stellte später schwere Schäden durch das Feuer fest.

          Von der FTZ Ronnenberg kam ein Gerätewagen-Atemschutz, in diesem wurden die Atemluftflaschen getauscht. Mehr als 30 Feuerwehrleute waren unter Atemschutz im Einsatz.

          Gegen 5.30 Uhr übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei. Diese sperrte das Gebäude. Im Laufe des Sonntags will der Bauhof einen provisorischen Zaun um das Gebäude aufstellen.

          Im Einsatz waren über 120 Kräfte von den Sanitätsdiensten, der Feuerwehr, des THW, der Stadt Laatzen und der Polizei.

          Ab 6 Uhr gab es für die Retter ein ausgiebiges Frühstück in den Räumen der Ortsfeuerwehr Rethen. 150 Brötchen hatte eine Bäckerei eiligst dafür geschmiert.

          Am 14. Mai diesen Jahres war es an der selben Stelle schon zu einem Feuer gekommen, damals brannte Sperrmüll in der Tiefgarage.

           

          Text/Bilder: Senft

           

          sonstige Informationen

          Einsatzbilder